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El Regreso de Humboldt

Museo de la Ciudad de Quito, Ecuador

14. Juni bis 12. August 2001

 

 

El Regreso de Humboldt

 

14. Juni bis 12. August 2001

Museo de la Ciudad de Quito, Ecuador

 

 

In Zusammenarbeit mit der Asociación Humboldt/Goethe-Zentrum in Quito, dem Auswärtigen Amt, der Deutschen Botschaft in Quito, der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland.


Ausstellungsfläche: ca. 1.200 qm

ca. 29.000 Besucher

Eröffnung durch Staatspräsident Gustavo Noboa Bejarano und Paco Moncayo, Oberbürgermeister von Quito

 

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Themenräume

Der Name Humboldt
Der Name Alexander von Humboldt kommt auf der Weltkarte häufiger vor als der irgendeines anderen Menschen. Tausende von Gegenständen, Örtlichkeiten, Institutionen und Phänomenen sind nach Humboldt benannt.

»Mein Zimmer war mir ein offenes Grab.« » Schloß Langweil« , jüdische Salons und erste Reisen
Dieser Raum beschäftigt sich mit den maßgeblichen Einflüssen auf die Brüder Alexander und Wilhelm von Humboldt: Lehrer und Bezugspersonen, die Kreise der Berliner Aufklärung, vor allem die jüdischen Salons; die erste Bildungsreise mit Georg Forster, Begegnungen mit dem Botaniker Karl Ludwig Willdenow, mit Christoph Lichtenberg, Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Schiller und anderen.

Empirischer Analytiker und moderner Manager
Humboldt machte sich als moderner Manager, Forscher und Erfinder verdient. Seine Arbeitsmethode wird hier anschaulich dargestellt: durch Zusammentragen und Auswerten von vorhandenem, bekanntem Material Neues entdecken, Wesentliches erkennen und Strukturen sichtbar machen.

»Der chemische Prozess des Lebens« – Lebenskraft, Nervenreiz und Neptunismus

Der Streit um den Ursprung des Gesteins und die Erforschung der Lebenskraft waren die großen naturwissenschaftlichen Themen der Zeit. Humboldt führte nicht nur die berühmten Froschschenkelversuche Luigi Galvanis durch, sondern versuchte auch, am eigenen Körper die Reaktion der Nerven und Muskelfasern zu ergründen.

»Wie leicht man bei den großen Fortschritten der Schifffahrt über den Atlantik gelangt« – das Reisen

Zweck, Bedeutung und Formen des Reisens werden hier erläutert: Entdeckungsreisen zur Erweiterung der Hoheitsgebiete, Forschungsreisen zur Ausdehnung und Ausbeutung der Kolonien, Bildungsreisen, Reiseausrüstungen, Transportprobleme und das Arbeiten während des Reisens. Kartendarstellungen der verschiedenen Epochen geben einen Überblick über den Wandel des Weltbildes.

»Ich werde mit vortrefflichen Instrumenten Beobachtungen machen können« – einer, der auszog, die Welt zu begreifen

Sechs Jahre hat sich Alexander von Humboldt auf seine große Reise vorbereitet. Der Besucher lernt die verwendeten wissenschaftlichen Instrumente durch die historischen Originale und durch eigene praktische Übungen kennen.

Die amerikanische Reise
In neun Stationen werden die thematischen Schwerpunkte der Reise, die in den USA endet, vorgestellt: die Erforschung der Flüsse und Urwälder, Unmoral und Unterdrückung, Vulkanforschung und Pflanzengeographie, und die an "Raserei grenzende Goldsuche".

  • »Einsamkeit und Großartigkeit« – die Erforschung der Flüsse und Urwälder (Venezuela)

  • »Wie unwirtbar macht europäische Grausamkeit die Welt« – Sklaverei, Unmoral und Unterdrückung (Kuba)
     

  • »Mit unsäglicher Lust untersuchten wir die Gewächse« – botanische Studien (Kolumbien)
     

  • »Das Goldsuchen ist eine europäische Krankheit, welche an Raserei grenzt« – El Dorado (Kolumbien)
     

  • »Die Avenue der Vulkane« – Vulkanforschung und Besteigung des Chimborazo (Ecuador)
     

  • »Die Pflanzengeographie« – Humboldts Beitrag zu den Naturwissenschaften und die Begründung der modernen Ökologie (Ecuador)
     

  • »Denkmäler der großartigen Zivilisation« –
    Inkas und Chimú (Ecuador und Peru)
     

  • »Die Strömung war schon 300 Jahre vor mir allen Fischerjungen von Chili bis Payta bekannt!« – der Humboldt-Strom (Peru)
     

  • »Das Glück der Weißen ist aufs Innigste mit der kupferfarbenen Rasse verbunden« – Humboldt in Neu-Spanien (Mexiko)
     

  • »Ein Volk, das die Gabe der Freiheit zu schätzen weiß« – Humboldt in den USA

     

»Eine vollständige, wandelnde Akademie« – die Pariser Zeit

Nach seiner Reise durch Lateinamerika lebte Humboldt vor allem in Paris. In der französischen Hauptstadt entwickelte er den Isothermenbegriff. Hier traf er mit Napoleon zusammen, aber auch mit dem jungen Simón Bolívar und mit Louis Jacques Daguerre, dessen Erfindung der Photographie er als "Meisterwerk" bezeichnete.

»Dieses Jahr ist mir das wichtigste meines unruhigen Lebens geworden« – die russisch-
sibirische Reise

Die Reise war ein lange geplantes Gegenstück zur lateinamerikanischen Expedition. Von Berlin führte sie Humboldt über St. Petersburg, Moskau, den nördlichen Ural, Tobolsk und den Altai bis zur Grenze der chinesischen Dsungarei.

»Eine moralische Sandwüste« – das preußische Berlin
Im Jahr 1827 kehrte Humboldt aus finanziellen Gründen von Paris nach Berlin zurück. Er setzte sich zum Ziel, die "kulturelle Wüste" der preußischen Hauptstadt zur Blüte zu bringen. Berühmt wurden Humboldts Vorlesungen an der Universität und seine öffentlichen Vorträge über physikalische Geographie. Hier begann er den fünfbändigen "Kosmos" zu schreiben. Als 1874 der zweite Band erschien, lieferten sich die Käufer wahre Schlachten um die ersten Exemplare.

»Eine Korrespondenz, die nicht aufhört zu
wachsen« – das Humboldt-Netzwerk

Humboldt war ein Kommunikator wie kein anderer. Die Namen derjenigen, mit denen er in Kontakt stand, würden Telefonbücher füllen. Er hat mehr Briefe verfaßt als Goethe. Man schätzt ihre Zahl auf erwa 50 000. Der Einfluß Humboldts auf die Wissenschaften dauert bis heute an.

 

 

»Anregungsmittel zum Naturstudium« -
Die Landschaftsmalerei

Johann Moritz Rugendas und Ferdinand Bellermann waren, wie auch der U.S.-Amerikaner Frederic Edwin Church, hochtalentierte Künstler, die durch Humboldt zur Landschaftsmalerei fanden. Neun Gemälde von Bellermann stehen im Zentrum dieses Themenraums.